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„Deine Leber. Dein Leben“

Deutscher Lebertag am 20. November

Der mittlerweile 22. Deutsche Lebertag wird ausgerichtet von der Deutschen Leberstiftung, der Deutschen Leberhilfe e. V. und der Gastro-Liga e. V..
Ziel dieses Tages ist es, mehr Aufmerksamkeit für die Gesundheit der Leber in der Bevölkerung zu schaffen.

Die Leber spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel und übernimmt hier viele Aufgaben wie die Produktion von Eiweiß, Speicherung und Bereitstellung von Glukose und Fett sowie Abbau von Stoffwechselendprodukten und Medikamenten.

Prof. Dr. med. Volker Schmitz ist Ärztlicher Direktor am Krankenhaus St. Marienwörth und Chefarzt der Inneren Abteilung. Er erläutert: „Als zentrales Lager, Entsorgungsfabrik und quasi gleichzeitig auch als Kraftwerk übernimmt die Leber für den gesamten Körper ein enormes Spektrum an Stoffwechselaufgaben. Die Organfunktionen sind unvorstellbar komplex und immer noch nicht vollständig verstanden. Aufgrund ihrer zentralen Rolle kann die Leber bei Überlastung erkranken. Ihre hohe Leistungskraft kommt meist damit meist ganz gut zurecht.“
Zu den drei Hauptproblemen der Leber zählen in unserem Land immer noch der schädliche Alkoholkonsum, ein deutliches Übergewicht mit Bewegungsmangel und besondere auf die Leberzelle spezialisierte schädliche Viren wie die verschiedenen Hepatitisviren A, B, C, D und E. Das Spektrum weiterer Erkrankungen ist zwar groß, diese sind aber glücklicherweise viel seltener. Da sich die meisten Störungen der Leber unbemerkt und schleichend einstellen, wurde in diesem Jahr die Möglichkeit zur Untersuchung der Leber auf Störungen und beispielsweise auf das Vorliegen einer chronischen Hepatitis C-Infektion im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung schon ab dem 35. Lebensjahr erweitert. Gerade für die Hepatitis C ist das wichtig, denn heutzutage ist bei annähernd jedem Betroffenen eine Ausheilung der Infektion durch antiviral wirksame Medikamente schon in wenigen Wochen möglich. Deshalb ist es das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Hepatitis C-Infektion durch Untersuchung und konsequente Behandlung möglichst weltweit vollständig zu eliminieren. Das ist eine tolle Chance, auf die alle Beteiligten ungefähr drei Jahrzehnte sehnlichst gehofft haben.

Der umsichtige und selbstfürsorgende präventive Umgang mit unserem Körper, also auch der Leber, ist von großer Bedeutung, denn viele Lebererkrankungen werden erst in weit fortgeschrittenen Stadien im Alltag erkennbar, dann kann aber eine Behandlung oder Heilung bereits schwierig sein.

Wirft man einen Blick auf die drei Hauptsorgen der Leber, dann ist die gute Nachricht, dass durch Veränderungen des Lebensstils mit Reduktion oder Verzicht auf Alkohol, ausreichend Bewegung mit Gewichtskontrolle und der inzwischen fast immer wirksam zu behandelnden Hepatitis C vieles in unserer eigenen Hand liegt. Das klingt zunächst leicht, wahrscheinlich weiß aber jeder aus seinem eigenen Leben, wie mühselig und manchmal erfolglos Veränderungen von Gewohnheiten sind. An der ein oder anderen Stelle zeichnen sich aber auch hier medikamentöse Hilfestellungen ab. Oftmals können verschiedene Fachgruppen besonders hilfreich zusammenarbeiten, immer ist aber die Konsultation des Hausarztes ein erster Schritt, das meiste kann ambulant behandelt werden.
Prof. Dr. med. Volker Schmitz ergänzt: „Ist eine Krankenhausaufnahme nötig, arbeiten oft Internist, Gastroenterologe und je nach Krankheitsbild auch der Viszeralschirurg zusammen, um Folgen gemeinsam in den Griff zu bekommen. Dies ist ein besonderer Schwerpunkt bei uns im Krankenhaus St. Marienwörth, denn unser in der Leberchirurgie sehr versierte Chefarzt Dr. Markus Paschold und sein Team stehen zur Verfügung.“


Im Rahmen des sogenannten Businessfrühstücks ist Prof. Dr. med. Volker Schmitz am Montag, 22. November, von 8.30 bis 9.30 Uhr zu Gast bei Radio Antenne Bad Kreuznach.
Er beantwortet Fragen rund um das Thema Leber, Anlass ist der jährlich am 20. November stattfindende Dt. Lebertag.

 

 
Weitere Informationen finden Interessierte unter www.lebertag.org.

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