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Tagesstätte in Ernst bietet vielfältiges Betreuungsangebot

Doris Püschel ist 81 Jahre alt und besucht drei bis fünf Mal in der Woche die Tagesstätte für Senioren und Menschen mit Demenz in Ernst. Ein Shuttle-Dienst fährt sie von Sehl nach Ernst und nachmittags wieder zurück. Schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit an Demenz erkrankt. Deshalb fordert das Motto für den Welt-Alzheimertag am 21. September und die Woche der Demenz 2021, die zwischen dem 20. bis 26. September stattfindet, dazu auf: „Demenz – genau hinsehen!“.

Genau dies machen die Mitarbeiterinnen des multiprofessionellen Teams in der Tagesstätte in Ernst. Mit Herz und Verstand kümmern sie sich liebevoll um die Seniorinnen und Senioren, die hier ein abwechslungsreiches Betreuungsangebot finden.

Doris Püschel ist geistig noch sehr fit. Mit ihrem Mann, der als Bergmann in Andernach arbeitete, hat sie sieben Kinder großgezogen. Heute ist sie stolze Oma von sechs Enkeln und einem Urenkel. „An einem frühen Sonntagmorgen um vier Uhr vor drei Jahren bin ich gestürzt und habe mir einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, seitdem möchte ich nicht mehr alleine zuhause bleiben. Meine Tochter wohnt mit mir in einem Haus, aber sie kann sich nicht den ganzen Tag um mich kümmern, da sie auch berufstätig ist“, so Doris Püschel.

Tochter Sandra Püschel war es wichtig, dass ihre Mutter Abwechslung im Alltag erfährt. „Als mein Vater verstorben war, hat meine Mutter sehr viel Zeit alleine zuhause verbracht. Sie hatte kaum soziale Kontakte und war nur sehr selten unter Menschen. Das war für uns Geschwister der Anlass, sie in der Tagesstätte in Ernst anzumelden. Durch die räumliche Nähe und den Fahrdienst ist es für uns sehr gut umsetzbar und der Austausch mit anderen Seniorinnen und Senioren in der Tagesstätte tut ihr wirklich gut. Natürlich erhält sie auch Besuch von der Familie mit den Enkeln und dem Urenkel, aber die Gespräche von früher und der Kontakt zu anderen in ihrem Alter gefällt ihr“, berichtet Tochter Sandra Püschel. 

In der Tagesstätte ist Doris Püschel sehr aktiv, auch wenn sie zur Fortbewegung einen Rollator oder für längere Strecken einen Rollstuhl benötigt. Hier wird gebastelt, gesungen oder gespielt. Einmal in der Woche kommt Bruder Michael und hält einen Gottesdienst. „Außerdem habe ich hier auch andere Seniorinnen kennengelernt und Bekannte wieder getroffen, mit denen ich mich unterhalten kann“, berichtet Doris Püschel. In der Mittagspause, wenn manche Besucher schlafen, liest sie in ihren zahlreichen Romanen, am liebsten von Lucinda Riley. „Davon habe ich schon einige gelesen, aber mein größter Traum ist es, mal eine Kreuzfahrt zu unternehmen“, schwärmt sie lachend.

„Ich freue mich, das ich über unsere Erfahrungen berichten kann und möchte anderen betroffenen Angehörigen den Schritt erleichtern, fachkundige Beratung und Pflege in Anspruch zu nehmen“, so Sandra Püschel. Die Betreuung in der Tagesstätte wird teilweise von der Krankenkasse finanziert. Möchten auch Sie sich über eine Betreuungsmöglichkeit informieren, sprechen Sie uns gerne an und vereinbaren einen unverbindlichen Beratungstermin. Ein Schnuppertag ist jederzeit möglich.

Kontakt: Tagesstätte für Senioren, Moselstr. 37. 56814 Ernst. Tel. (02671) 6008-470, www.senioren-tagesstaette-ernst.de, info@senioren-tagesstaette-ernst.de.

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