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Strahlentherapie eröffnet Anfang September

Privatdozent Dr. Ralph Mücke (2.v.r.) ist der Leitende Facharzt für den Standort Bad Kreuznach. Seine Mitgesellschafterinnen Dr. Gabriele Lochhas (r.) und Dr. Ute Metzmann (3. v. r.) von der Strahlentherapie RheinMainNahe freuen sich ebenso auf den Praxisstart in Bad Kreuznach wie Joachim Domann (l.) und Dr. Matthias Bussmann (2. v. l.), Vorstandsmitglieder der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

Am 22. Juli 2015 hatte der Spatenstich zum neuen Gebäude der Strahlentherapie am Krankenhaus St. Marienwörth stattgefunden. Nach rund 13 Monaten Bauzeit steht nun die Eröffnung unmittelbar bevor. Beim „Tag der offenen Türen“ am 3. September 2016 können interessierte Besucher die Räumlichkeiten und den Linearbeschleuniger erstmals besichtigen. Erste Patienten werden voraussichtlich  ab dem 9. September in der Praxis für Strahlentherapie behandelt. Aus der "Strahlentherapie RheinMain" wird die "Strahlentherapie RheinMainNahe". Die Strahlentherapie hat ihre Praxisräumlichkeiten im Erdgeschoss des neuen Gebäudes neben der Kapelle, während sich im ersten Obergeschoss Büroräumlichkeiten für Verwaltungsmitarbeiter des Krankenhauses St. Marienwörth befinden.

„Wir sind sehr froh, dass der Bau so reibungslos vonstattenging“, erklärt Joachim Domann, Kaufmännischer Vorstand der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. „Wir möchten uns dafür bei allen Projektbeteiligten bedanken und freuen uns nun darauf, den medizinischen Betrieb aufnehmen zu können.“

Auch der vorgesehene Kostenrahmen für das Bauprojekt konnte erfreulicherweise eingehalten werden. Die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz investieren insgesamt 3,2 Millionen Euro in die Errichtung des neuen Gebäudes. Hinzu kommen weitere 2,5 Millionen Euro für die Medizintechnik, die vom Kooperationspartner „Strahlentherapie RheinMainNahe“ übernommen werden, der sich als Mieter und Praxisbetreiber langfristig an das Krankenhaus bindet.

Herzstück der neuen Praxis ist der sogenannte Linearbeschleuniger, der es ermöglicht,  punktgenau eine hohe Bestrahlungsdosis im Bereich von Tumoren zu platzieren. Das Gerät hat ein Gewicht von 6,3 Tonnen und findet Platz im 60 Quadratmeter großen Beschleunigerraum. Beim Bau dieses Raums – dessen Wände bis zu 3,2 Meter dick sind – wurden 290 Kubikmeter Beton verwendet. Gesichert wird dieser Raum durch eine Strahlenschutztür, die ein Gewicht von 29 Tonnen hat.

Behandelt werden können alle Tumorerkrankungen, die einer Strahlentherapie bedürfen. Das Behandlungsspektrum der zukünftigen Praxis umfasst die Therapie bösartiger Erkrankungen, wie Karzinome oder Metastasen aber auch gutartiger Erkrankungen, wie beispielsweise Arthrosen, Fersensporn oder das Schulter-Arm-Syndrom. Künftig können in der Strahlentherapie RheinMainNahe in Bad Kreuznach rund 60 Patienten täglich behandelt werden. Neben Bad Kreuznach gibt es weitere Standorte der Praxis in Mainz und Rüsselsheim.

„Mit unserem dritten Standort in Bad Kreuznach sorgen wir für eine wohnortnahe, moderne und menschliche Versorgung. Wie in unseren Praxen in Mainz und Rüsselsheim nutzen wir auch hier Techniken, mit welchen eine effektive Dosis platziert wird. Gleichzeitig wird das umliegende Gewebe weitgehend geschont“, informiert PD Dr. Ralph Mücke. Der erfahrene Strahlentherapeut ist der Leitende Facharzt für den Praxisstandort Bad Kreuznach. Nach Stationen in Weiden, Wiesbaden und Lippe wird er nun die Praxis hier in Bad Kreuznach mit einem Team von zunächst einmal sieben Mitarbeitern aufbauen. Neben seiner Praxistätigkeit ist PD Dr. Ralph Mücke auch in zahlreichen Fachgesellschaften aktiv und hat im letzten Jahr den „Günther-von-Pannewitz-Preis“ der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) erhalten.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Strahlentherapie RheinMainNahe und Privatdozent Dr. Ralph Mücke einen so kompetenten Kooperationspartner gewinnen konnten. Als onkologisches Schwerpunktkrankenhaus mit zwei Krebszentren spielt die strahlentherapeutische Versorgung eine große Rolle für uns. Die haben wir nun für die Menschen der Region langfristig gesichert“, erklärt Dr. Matthias Bussmann, Medizinischer Vorstand der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

Interessierte haben im Rahmen des „Tages der offenen Türen“ am Samstag, 3. September 2016, zwischen 11 und 17 Uhr die Möglichkeit, die neuen Praxisräumlichkeiten mit dem Linearbeschleuniger zu besichtigen und sich über das medizinische Leistungsangebot zu informieren.

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